| Reisetagebuch |
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Moskau, Academy of Labour and Social Relations, 9. Juli 2010
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Gestern nachdem ich im Flughafen den Zoll durquert habe (sie haben mich natürlich kontrolliert, weil ich so kriminell aussehe ;)), wartete schon ein älterer Herr auf mich. Auf der Fahrt zum Studentenheim sprach er mit mir fehlerfrei deutsch und borgte mir 4000 Rubel (etwas über 100 CHF). "Du kannst es mir in einigen Tagen zurückgeben, wenn du bei der Bank warst" antwortete er mir, als ich es nicht annehmen wollte. Wie sich im Gespräch herausstellte, haltet er Gorbatschow für den Mann der Russland zerstörte und schuldig ist, das so viele Kriminelle aus dem Süden in Russland leben.
Beim Studentenheim angekommen, zeigte er mir mein Zimmer gab mir die Zimmernummer bei der ich mich melden sollte und ging wieder. In dem erwähnten Zimmer war niemand ;)
Bei der Verwaltung sagte eine junge Dame namens Natascha, dass diese Frau momentan nicht hier sei.
Als ich heute wieder vorbei ging gab sie mir ein paar Informationen und schickte einen Mann vorbei, der in meinem Zimmer einige Stunden später das Internet einrichtete.
Auch mein Zimmernachbar lernte ich bereits kennen: Russland (sein Name =D) ist ein sympathischer kräftiger (mit dem möchte ich mich nicht in einen Kampfring begeben =D) Typ, ist einige Jahre älter als ich, und spricht in einem beinahe unverständlichen Slang russisch. Das Badezimmer und der Kühlschrank ist in etwa gleich hygienisch wie die Kuhställe in Höchstetten =) glücklicherweise habe mich bereits etwas daran gewöhnt.
Da die Türen der Verwaltungszimmer meistens geöffnet sind, konnte ich bisher beobachten, dass ihre Arbeitseinstellung mit derjenigen von mir im Gymnasium übereinstimmt. Entweder lesen sie Zeitung, trinken mit Kollegen einen Kaffe oder sitzen nur so da und spielen mit ihrem Bleistift.
Da das Studentenheim ziemlich abgelegen ist, war ich bisher noch nie im Zentrum Moskaus. Heute Abend gehe ich mit Valeria, einer Russin, ins Zentrum. Sie wird mir die Stadt zeigen...
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Moskau, Academy of Labour and Social Relations, 17. Juli 2010
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Als ich mit meinen Bliny (dünne Omeletten) zur Kasse kam, fragte mich die Frau hinter der Theke in schnellem russisch: "Was haben sie in ihren Bliny?". "Eine Coca-Cola" gab ich zur Antwort. Obwohl ich bezüglich russischer Sprache schnelle Fortschritte mache, kommen solche Momente doch gelegentlich vor.
Letzten Samstag war ich mit Valeria und Shenja am "Strand", wie sie ihn nannten. Etwas ausserhalb von Moskau zeigten sie mir dann diesen gemütlichen Ort. Leider machte der Regen einen Strich durch die Rechnung, dachte ich jedenfalls. Trotz heftigen Niederschlägen blieben praktisch alle Russinnen und Russen am Strand, spielten Volleyball lagen auf ihren Tüchern oder gingen baden. Es schien als würden sie den Regen gar nicht spüren. Glücklicherweise wurde mir an diesem Nachmittag noch das wichtigste russische Wort beigebracht: "Pizdetz", etwa gleichbedeutend mit dem deutschen Wort "Scheisse". Man kann es mit der richtigen Betonung jederzeit verwenden. Für etwas gutes oder für etwas schlechtes. Weil Valeria erzählte, dass die Alterskontrollen an Samstagen extrem streng durchgeführt werden, verschoben wir das "Cluben" auf nächsten Freitag. Noch auf der Heimfahrt am Samstag Abend stiess ich auf das berühmteste Vorurteil Russlands: Der Alkohol. In der Metro waren ca. 80% betrunken. Schweissgetränkte, dicke, betrunkene Paare küssten sich und andere Grüppchen lallten vergnügt. Auch auf dem 20-minütigen Heimweg von der Metro zum Studentenheim sah ich zwei betrunkene die sich in einem Park heftig prügelten ;-)
Am Sonntag zeigte mir Valeria einen schönen Park. RIIIEEEEESIG!!! Auf diesem gepflasterten Untergrund vergingen ca. 10 Minuten um ans andere Ende zu gelangen.
Im allgemeinen ist das Leben in Moskau um ca. zwei Stunden verschoben. Der Tag beginnt um 9 oder 10 Uhr und endet dafür nach Mitternacht. Die nächsten vier Tage hatte ich Schule. Entweder von 10:00 bis 14:15 oder von 11:00 bis 15:15, jeweils mit einer halbstündigen Mittagspause. Der Unterricht ist locker und die Lehrerin lustig. Diese fünf Lektionen fühlen sich in etwa gleich an wie zwei Russischlektionen im Gymnasium, mit der beliebten Frau Sokol =)
Ich gehe regelmässig mit den Freelines in das 2 Kilometer entfernte Ghetto. Die Endstation meiner Metrolinie ist extrem unterhaltsam. Zum einen gibt's dort einen Markt, wo man beinahe alles zu einem Schnäppchenpreis erhalten kann, zum andern viele spezielle Personen, vorwiegend Ausländer aus China oder aus dem Süden.
Ich werde nun mehr und mehr als Russe behandelt. Regelmässig sprechen mich Einheimische auf russisch an um nach dem Weg zu fragen. Meine "Touristenfresse" ist wohl schon verflogen.=D
Im Grossen und Ganzen ist Moskau ein überaus spannende Stadt, mit vielen unterhaltsamen Momenten. Trotzdem gibts auch Momente, wo ich gelangweilt vor meinem Laptop sitze und als Zeitvertrieb versuche mit meinem linken Unterarm der Deckel einer Flasche aufzudrehen (es kann eine schmerzhafte Angelegenheit werden ;).
Gestern war ich mit Valeria, einer ihrer Kolleginnen aus der Universität und einem Arbeitskollegen von ihr im Ausgang. Zuerst gingen wir in einen Edelclub im Zentrum. Natürlich hat sie mich schon im voraus instruiert, wie ich in solche Clubs hereinkomme (Mindestalter 21). Ich musste ein Hemd und lange Jeans (eine Zumutung in dieser Hitze) anziehen und beim Eingang mit ihr englisch sprechen. Sofort fragte mich der Türsteher von wo ich sei. "Switzerland". Er brachte ein "wonderful" über die Lippen und öffnete uns die Tür. Leichtbekleidete Frauen tanzten auf der Bar an Stangen und beim Sambuca (flambierter Likör) gab es 2 für 1. Einige Stunden später wechselten wir den Club. Ein bekannter und grosser Club ebenfalls im Zentrum. House und Electro waren ausnahmslos die Wahl der DJs.
Schliesslich gingen wir ca. um fünf Uhr noch z'mörgelen. Ich nahm dann die erste Metro und ging etwa 30 Minuten nach Sonnenaufgang schlafen.
Zum Schluss kann ich noch sagen, dass sich die Hygienenfrage geklärt hat. Gestern habe ich Russlands (mein Zimmernachbar) Freundin per Zufall beim putzen unserer Toilette gesehen ;)
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Moskau, Academy of Labour and Social Relations, 28. Juli 2010
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Ich dachte immer, dass die Sonne im Westen aufgeht und im Osten unter ;) ca. einen Monat nach dem Abschluss meiner Reifeprüfung musste ich feststellen, dass ich in Geografie wohl einen Fensterplatz erhalten habe und vermutlich nur durch abschreiben (Murphy sei Dank) die 4.5 erreicht habe =) Zu dieser Erkenntnis kam ich als ich im Internet nach einem KFC in Moskau suchte. Ich stellte fest, dass ich ca. 20 Minuten nach Westen gehen muss um meine Pouletbrüstli geniessen zu können. Darum ging ich bei Sonnenuntergang in die entgegengesetzte Richtung der Sonne und musste nach ca. 25 Minuten feststellen, dass ich den KFC-Traum um einen Tag verschieben musste.
Letzten Sonntag wollte ich ins Zentrum um etwas an der Sonne zu entspannen. Als ich aus der Metrostation kam, sah ich wie die ganze Strasse gesperrt war. Grund dafür: Das Formel 1 Show-Rennen namens "Bavaria Moscow City Racing". Eine riesen Show mit schönen Autos ruinierten meinen gemütlichen Nachmittag. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie traurig ich darüber war ;)
Wie immer ging ich auf dem Heimweg noch im Lebensmittelladen vorbei. Dort habe ich bereits Bekanntschaft mit einem Verkäufer aus dem Süden gemacht. Immer wenn er mich von seiner Kasse aus sieht, ruft er durch den ganzen Laden: SCHWIZARIA!!! Wenn ich dann zu ihm an die Kasse gehe spricht er jedes Mal mit mir und fragt mich über die Schweizer Banken, Uhren und Schokolade aus oder will wissen wie Genf aussieht (ohne Zweifel die berühmteste schweizerische Stadt in Moskau).
Heute um 15 Uhr werde ich das letzte Mal den Russischunterricht besuchen. Dieser wurde in den letzten Wochen von Tag zu Tag amüsanter: Wir brachten der Lehrerin den Satz "Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz" bei. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt war es ziemlich lustig ihr dabei zuzuhören. =) Zum Glück haben wir von ca. einer Woche das Unterrichtszimmer gewechselt. Uns wird nun in einem klimatisierten Zimmer die Grammatik beigebracht, was bei diesen Temperaturen ein grosser Vorteil ist. Seit ich hier bin, pendeln sie zwischen 33 und 36 Grad. Morgen steigen die Temperaturen bis auf 39 Grad!
Meine Russischkenntisse werden von Tag zu Tag besser. Mittlerweile träume ich manchmal schon auf russisch... Natürlich nicht fehlerfrei ;) Bei Diskussionen kann ich jedenfalls noch nicht alles sagen was ich will. Dies bemerkte ich als ich aufgrund administrativer Dinge ins Verwaltungsbüro der Schule ging. Natascha, die Frau, der ich etwas fragen wollte war leider nicht da. Trotzdem konnten mich die andern zwei Angestellten ca. eine Stunde lang unterhalten: Ein älterer Mann, der aussieht wie ein Italiener und eine junge hübsche Russin sprachen mit mir über dieses und jenes. Auch am nächsten Tag war Natascha nicht in diesem Büro... und wieder verbrachte ich trotzdem eine knappe Stunde dort. Witzige Personen die ohne weiteres für eine Stunde ihre Arbeit im Verwaltungsbüro einstellen können =D
Der letzte Freitag war ziemlich streng: Zuerst hatte ich Unterricht, danach gingen wir mit unserer Lehrerin in ein Museum und am Abend fand eine Homeparty statt.
Wir waren knapp 10 Personen, tranken (ein bisschen ;)) Bier, schauten TV oder spielten etwas. Als wir am morgen ca. 6.30 Uhr zur Metro gingen, machte ein Teilnehmer der Homeparty noch eine kleine Show. Weil er kein Metroticket hatte, ging er mit seiner Kollegin zusammen durch die Schranke der Metro. Einer dicken älteren Aufseherin entging das nicht. Sie schickte ihn wieder hinter die Schranke. Danach warf ihm ein Kollege sein Metro-Jahresabonnement zu. Der ging durch die Schranke, und wurde wieder von dieser Aufseherin erwischt. Dieses Mal lies er sich jedoch nicht mehr hinter die Schranken weisen und rannte mit uns davon. Die dicke Aufseherin konnte nur noch etwas hinterherrufen, was unser Lachen nur noch verstärkte =D
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Moskau, Academy of Labour and Social Relations, 9. August 2010
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Weil Michu, ein guter Kollege aus Höchstetten von ca. neun Tagen angekommen ist, wollte ich mit ihm etwas besonderes unternehmen: Das Fussballderby zwischen Spartak und ZSKA Moskau (neuer Klub von Seydou Doumbia). Deshalb ging ich am Freitag zu dem Stadion um Tickets zu kaufen. Da alle Kassen geschlossen waren, fragte ich jemanden der auch dort "rumlungerte", wo man hier Tickets kaufen kann. "Ich verkaufe Tickets" gab mir der Mann zur Antwort. So zahlte ich ihm 1000 statt 700 Rubel für zwei Tickets und ging am Sonntag mit Michu zum Derby, in die Fanatikerkurve von Spartak Moskau. Zu unserer Enttäuschung gab es im Stadion kein Bier. Dafür war die Stimmung um einiges lauter als an einem FCB-Match in der Schweiz. Es wurde gesungen und Knallkörper und Pedarden waren dauernd zu sehen. Beim Stand von 0:0 gab es in der 60. Minute einige Unruhen ca. 50 Meter oberhalb von uns. Plötzlich rannten einige Fans die Tribüne hinunter, hinter ihnen Plastikstühle, die mit voller Wucht Stühle geschmissen wurden. Vermutlich waren sie für eine bestimmte Person gedacht. Diese brach im Ausgang zusammen und wurde dort noch einmal von vielen Stühlen getroffen, die aufgebrachte Fans aus fünf Meter Entfernung nach ihm schmissen. Auf dem Weg zur Metrostation sahen wir ein unglaubliches Polizeiaufgebot: Auf 500 Meter ca. 350 Polizisten.
Was euch sicherlich interessiert, ist der Smog in Moskau. Seit mehr als einer Woche kann man zwischen 200 und 600 Meter weit sehen. Manchmal habe ich Kopfschmerzen manchmal brennen mir die Augen. Man sieht nun schon viele Personen mit Gesichtsmasken. Ich hoffe es wird bald regnen, auch um die Temperaturen zu senken: Seit ich hier bin, pendeln die Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad!
Seit Michu hier ist haben wir Probleme durch die Sicherheitskontrollen in unser Gebäude zu gelangen. Weil sie ihn noch nicht kannten, er keinen "Eintrittszettel" hatte und meiner schon abgelaufen ist, mussten wir uns einige Tage irgendwie durchschmuggeln. Ich sagte ihnen jedesmal, das der Administrator davon weiss, dass mein Kollege auch hier wohnt, und jedesmal glaubten sie mir auch. Weil mich diese Fragerei mit der Zeit extrem nervte, ging ich in ein Zimmer des 2. Stocks, und fragte dort nach, wo man einen neuen "Eintrittszettel" holen kann. Diese Frau stellte uns, ohne nachzufragen, zwei Zettel aus. Seither haben wir keine Problem mehr, die Sicherheitskontrollen zu bewältigen ;)
Als ich mich mit Nina, einer Freundin von Valeria traf, teilte sie mir mit, dass ich im letzten Monat bei ihr wohnen darf. Eine super Neuigkeit! Letzten Freitag gingen wir vor dem Ausgang bei Nina vorbei um einzutrinken. Auch Valeria und zwei ihrer Freundinnen waren da. Wir gingen danach von Klub zu Klub und hatten einen lustigen Abend. An diesem Abend habe ich von Nina erfahren, dass ich aufgrund meines Akzents aus Estland stammen könnte. Dies hat mich sehr gefreut, weil Estland ja deutlich weniger weit von Russland entfernt ist als die Schweiz.
Wir hatten in den letzten Tagen einige Male die Gelegenheit, sehr spezielle Leute zu beobachten. Der erste redet mit einer Taube und schaut so um sich, als würde er sich fragen warum denn niemand hört wie die Taube spricht, die zweite steht am Fenster und dreht für einige Minuten ihre Pflanze und der dritte schaut aus wenigen Zentimeter seiner Mutter für einigen Minuten in der Metro in die Augen.
Vor wenigen Tagen gingen Michu und ich auf dem Schwarzmarkt, unweit vom Stadion entfernt. Es war uns leider nicht möglich, den ganzen Markt zu besichtigen, weil er schlicht und einfach viel zu gross war. Trotzdem konnten wir einkaufen. Gefälschte Lacoste-Schuhe für ca. 45 Franken... für mich und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch für den Verkäufer ein guter Preis =)
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Moskau, ÀÏÁ "Ñîëèäàðíîñòü", 23. August 2010
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Endlich komme ich wieder einmal in den Genuss meines Blogs. Leider hatte ich in den letzten Wochen entweder keine Zeit oder keine Lust weiterzuschreiben. Nun habe ich wieder einmal etwas Zeit gefunden… waehrend meinem Praktikum ;)
Als Michu noch bei mir war, hatten wir einige lustige Erlebnisse. Natuerlich haben wir dabei niemals jemanden veraergert. Beim Bowling hatte ich leider keine Chance, obwohl ich von Spiel zu Spiel besser wurde. In insgesamt 13 Partien an zwei verschiedenen Tagen habe ich einmal gewonnen.
Nachdem Michu wieder in die Schweiz zurueckflog, traf ich mich mit Nina. Eine Kollegin aus ihrer Kindheit war noch dabei. Diese ist Designerin und arbeitete zuerst in der Ukraine dann in Israel und nun in Suedafrika. Natuerlich musste ich sie fragen ob sie an einem Fussballmatch war ;) Argentinen-Nigeria konnte sie sich nicht entgehen lassen. Danach gingen wir in mein zukuenftiges Zuhause. Weil ich mit Ninas Eltern zusammenwohnen werde, wollten diese mich natuerlich zuerst noch kennenlernen. Selbstverstaendlich fiel mein Eindruck durchaus positiv aus ;) Aber auch sie sind sehr sympathische und aufgestellte Leute. Ninas Vater hat mich sogar noch ins Studentenheim gebracht, obwohl er dafuer insgesamt eine Stunde unterwegs war. Als ich Nina erzaehlte, dass Michu und ich im Fluss baden waren, zeigte sie sich schockiert: “Das ist doch verboten… das Wasser im Fluss ist so schmuzig, dass es Fische mit drei Augen gibt…”. Zur Beruhigung; ich habe immer noch “nur” zwei Augen.
In den folgenden Tagen wurde der Labour Service dauernd wieder verschoben. Jeden Tag hiess es wieder: “Morgen ist es so weit”. Darum zeigte ich mich durchaus ueberrascht als es endlich so weit war. Der zustaendige Mann brachte mich zu einer Bank, mit dem OeV ca. 50 Minuten vom Studentenheim entfernt. Mir gefaellt e shier bereits extrem. Die Stimmung zwischen den Mitarbeiterinnen (maennliche Mitarbeiter gibt es nur beim Eingang ;)) ist sehr gut, und alle sind freundlich. Sie arbeiten auch sehr schnell, dafuer gibt es ca. jede Stunde 10 Minuten Pause =)
Hier in Russland wird vieles noch ueber Blaetter, Ordner und Register geregelt. Die elektronische Verarbeitung der Daten ist erst am aufkommen. Deshalb kann ich gelegentlich auch mal etwas sortieren oder einordnen… Wer mich kennt weiss natuerlich, dass ich solche Arbeiten liebe, bei denen man nicht viel denken muss. Am zweiten Tag hatte ich jedoch eine anspruchsvollere Aufgabe. Ich musste eine russisch-englisch Uebersetzung ueberpruefen. Tatsaechlich fand ich noch einige Fehler. =)
Wer die Serie Stromberg kennt, weiss wie ich hier in etwa arbeite. Ich waere in dieser Serie eine Mischung zwischen Ulf, Erika und Stromberg. Insgesamt arbeite ich wahrscheinlich gleich viel wie Ulf, bin etwa gleich oft beim Tee anzutreffen wie Erika, und erledige lieber zuerst mein Solitaer, bevor ich mit der Arbeit beginne = Stromberg oder Mami ;)
Was mir in diesen Tagen noch zu Ohren gekommen ist, hat mich durchaus ueberrascht: Jede Ueberweisung ueber 10000 Franken wird an die Zentralbank Russlands weitergereicht, um gegen den Terrorismus zu kaempfen.
Was euch sicher noch interessiert ist das Wetter und der Smog. Seit einigen Tagen regent es regelmaessig, die Temperaturen pendeln nur noch zwischen 15 und 20 Grad, und die Luft erinnert mich an diese Sonntage, als wir von unsern Eltern gezwungen wurden, mit ihnen wandern zu gehen ;)
Natuerlich freue ich mich wieder ueber jeden Kommentar. Kopiert den Kommentar, bevor ihr ihn abschickt, weil es oft nicht beim ersten Mal funktioniert. |
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Moskau, 7. September 2010
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Bei meinem Praktikum arbeite ich nun schon seit knapp zwei Wochen auf einer anderen Etage. Da im Erdgeschoss fьr mich die Arbeit ausging, wurde ich in den 2. Stock verlegt. Dort verbringe ich nun meine Arbeitszeit. Es gibt deutlich mehr Arbeit (immer noch nicht all zu viel) und die Leute in diesem Bьro sind um einiges seriцser... keine Stromberg-Gesellschaft mehr ;)
Als ich eines morgens zur Arbeit ging wurde ich auf der Strasse Zeuge eines ziemlich amьsanten Streits: Da diese Einbahnstrasse normalerweise nicht so streng befahren wird, musste ein arroganter BMW-Fahrer abrupt abbremsen, weil eine junge Frau ziemlich unerwartet vor ihm ьber die Strasse ging. Zur Freude von allen Beobachtern liess der Autofahrer die Scheibe herunter, und trug dazu bei, dass ein heftiges Wortgefecht ausbrach. Nach ca. einer halben Minute wollte er ihr seine brennende Zigarette nachwerfen und musste hinnehmen, dass er im Gegensatz zu ihr nicht traf. Ihre Revanchezigarette fand den Weg in sein Auto, und hat dort vermutlich ein kleines Zeichen hinterlassen... Rauchen schadet... ihrem BMW.
Glьcklicherweise hatte ich die Mцglichkeit bei einer kleinen Sensation dabei zu sein. Lausanne-Sports hat Lokomotive Moskau im Penaltyschiessen bezwungen und ist ьberraschend in die Gruppenphase der Europa League eingezogen! Natьrlich wollte ich mit den Lausannefans diesen Match schauen. Leider verkauften sie hier in Moskau aus Sicherheitsgrьnden keine Tickets fьr diesen Sektor. Deswegen musste ich auf einen anderen Sektor ausweichen; natьrlich nur offiziell. Nachdem ich mit einigen Sicherheitskrдften und Polizisten diskutiert habe, liessen sie mich trotzdem in den Sektor der Lausanner. Sechs Lausanner und einige Schweizer von der Botschaft waren neben mir aus der Schweiz noch vertreten. Der Hцhepunkt des Abends fand dann jedoch nach dem Match statt: Wir wurden von ca. 20 Polizisten begleitet, die einen Kreis um uns bildeten. Ich fьhlte mich wie ein VIP... so konnte ich mich fьr die Zukunft schon ein wenig auf dieses Gefьhl vorbereiten ;)
Am Wochenende war dann eine Party der besonderen Art auf dem Programm. Ich war zu einer Geburtstagsfest eingeladen, die in einem Vorort Moskaus, namens Tschernogolowka, stattfand. Da insgesamt zwischen 15 und 20 Leute anwesend waren, kцnnt ihr euch sicherlich vorstellen, dass ich an diesem Abend eine krasse Ьberdosis der russischen Sprache erhielt. Trotzdem war die Party es wert, insgesamt ьber vier Stunden unterwegs zu sein... dem Stau sei Dank ;)
Am 31. August war es nun so weit. Beni wechselt seinen Wohnort... Ich zog in eine kleine aber sehr gemьtliche Wohnung die den Eltern von Nina gehцrt. Seither schlдft Nina im gleichen Zimmer wie ihre Eltern, damit ich ein Zimmer fьr mich habe. Es sind extrem gastfreundliche und lustige Leute. Wir sitzen hдufig nach dem Abendessen, das natьrlich gelegentlich von mir gekocht wird, noch ьber einer Stunde am Tisch und plaudern zusammen, spielen Monopoly oder schauen TV. Letzteres kann jedoch sehr anstregend sein. Da all 15 Minuten ca. acht Minuten (nicht ьbertrieben!!!) Pausen angesagt sind, kann man zwei Filme miteinander schauen. Seitdem ich hier wohne, merke ich, wie sich mein russisch nun von Tag zu Tag verbessert, weil ich deutlich mehr spreche, als ich es zuvor im Studentenheim getan habe. Trotzdem habe ich neulich zum Mittagessen an einem Imbissstand statt einem Pouletbrьstli ein ganzes Poulet erhalten. =D Die Eltern von Nina sind nicht extem glдubisch aber-glдubisch ;) Als ich einmal ein Paar Brццsmeli mit meiner Hand vom Tisch wischen wollte, sagte mir die Gastmutter sofort, ich solle damit aufhцren... das bringe Unglьck. Was man ebenfalls unterlassen sollte, ist das Pfeiffen im Haus oder beim Essen an einer Tischecke zu sitzen. Zu guter letzt sollte man, bevor man die Wohnung verlдsst in den Spiegel sehen (das ist fьr mich natьrlich immer eine Freude ;)
Diesen Samstag war der Ausgang ziemlich amьsant. Eine Freundin von Nina feierte mit einigen anderen Kolleginnen ihren Geburtstag. An dem Abend wollte mir das "Geburtstagkind" noch das Salsatanzen beibringen^^ Gerade locker hat es wahrscheinlich nicht ausgesehen ;)
Wдr цppis mцcht ungedrah schribe sцu das mache... frцiemi ьber jede Kommentar =D |
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| Fragen und Kommentare |
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Kommentar von Patrizia Käser, geschrieben: 28.8.2010, 22:35 Uhr
S tönt ja mol wieder mega ufgstellt und s freut mi dases immer no so guet hesch und das ä super familie hesch troffe!! ich nime itz mal a du wirsch di guet erst idruck natürlich bestätige und dich schön brav verhalte...;)
vill spass no witterhin bim "schaffe" und blib troche (ich wett ke 3-äugige brüedsch)
ha di gern und freue mi wenn de wieder chunsch!! muntschi
Kommentar von Vati, geschrieben: 24.8.2010, 11:49 Uhr
Das mit den Sonntagswanderungen freut mich natürlich - offensichtlich haben die Erziehungsversuche doch gewisse positive Engramme hinterlassen. Ich werde Helen vermehrt kontrollieren; war mir gar nicht bewusst, dass sie Solitär der Arbeit vorzieht...
Kommentar von Helen, geschrieben: 23.8.2010, 09:19 Uhr
Alles war so gut organisiert, ganz schweizerisch! Und nun klappt alles bestens, auf russisch! In Russland dauern 2 Monate eben 3 Monate lang! Weiterhin viel Freude, Zuversicht und Geduld! Ich kann dich nur bewundern! Muntsch
Kommentar von Nino, geschrieben: 10.8.2010, 12:56 Uhr
Ey beni, tönt ja huere geil, was du in Russland erläbsch... :-) Vorauem gsehts äso us aus hättsch no viu froue dert ;-) Wi lang bisch iz eig no dert? Fröie mi scho, mau widr mit dir äs bier ga z trinke, de chasch de no chli meh vrzeue.
Lg Nino
Kommentar von Patrizia Käser, geschrieben: 9.8.2010, 13:31 Uhr
Ich nime au a dases hauptsächlich füre Verkäufer ä guete Priis isch;) abr solangs dir passt...:P chasch mir de gern au öppis mitbringe...:P
mache mir also scho langsam chli sorge wägem smog wo ihr hend abr du bisch ja abghärtet durch di gueti schwizer bergluft...;)
hüt am mittag isch dr lenny mega härzig gsi. är het nume im mami und mir welle uf d schoss hocke und im vati und im grossvati nid. wo dr vati het gfragt ob är nume fraue well uf d schoss hocke heter gseit "ja und im beni". woni ne de ha gfragt heter gseit daser di mega vermisst.. sooo härzig..;)
ich hoffe dases au witterhin so guet hesch wenn dr michiii (jawoll!!!:P) isch gange!!
ha di gern und vermisse di
muntschi
Kommentar von Patrizia Käser, geschrieben: 31.7.2010, 23:16 Uhr
da dini super Schwoscht dir z Genf sone hammer Stadtfüerig het gmacht chasch ihm ja jetz alles im Detail verzelle...:P
s tönt würk so wi wenn ihrs mega luschtig hend!! findi super..:P
das mitem Lenny stimmt übrigens. Är het bim Lift uf jede Knopf drückt und de hani ihn zum nä zämäschisse gseit "man Lenny, du bisch genau glich wie dr Beni". Het abr di entgägägsetzti Würkig gha. Är isch de ganz stolz gsi und hets natürlich grad wieder welle mache...:P
freue mi wenn wieder do bisch... s isch so ruhig im Huus..
muntschi
Kommentar von Vati, geschrieben: 30.7.2010, 13:47 Uhr
da probiert man als Eltern den Kindern die rudimentären Geographiekenntnisse beizubringen und muss feststellen, dass alles nichts genützt hat. So lernt man als Vater mit fortschreitendem Alter bescheidener zu werden.
Das mit der U-Bahn tönt lustig. Treibs nicht soweit, dass ich von dir ein sms aus dem Knast erhalte...
Michael war gestern bei uns, er wird dir die 40Grad warmen Cervelats mitbringen.
Kommentar von Katrin, geschrieben: 29.7.2010, 23:04 Uhr
Hoi Beni,
so doof, hät doch wieder welle di 1. si... itz hesch mirs no müesse säge.
Macht würklich Spass, di Bricht z läse. Ha mir öich so guet chönne vorstelle, wie ihr dere dicke Ufseherin drvosecklet... hihihi, schad hesch vo dere Situation keis Foto chöne mache ;-)
Du fählsch und mir fröied üs, dass es dir guet goht!
Dr Lenny isch gester ganz stolz gsi, dass är glich isch wie du... d Patrizia het ihn bi öppisem mit dir vergliche ;-)
Muntsch
Kommentar von Helen, geschrieben: 28.7.2010, 13:48 Uhr
du schreibst lustig und unterhaltsam, eine wahre Freude, deinen Blog zu lesen. Ich hab gemeint, du hättest einen Monat Schule? Sind da noch Ferien inbegriffen? Und wie gehts weiter?Hab ein Mail mit Zeitungsausschnitt geschickt: Bitte lesen! Muntsch
Kommentar von Anja, geschrieben: 28.7.2010, 10:20 Uhr
Beni - s fägt riesig, di Blog z läse, s isch richtig erfrüschend, wie du schriebsch! Ganz krass, wie chame sis Ching "Russland" toufe (was het di Nachbr übrhoupt fürne Nationalität?)..?! Dönt abr, aus hättsch du die richtigi Entscheidig troffe - Russland isch sichr ä geili Erfahrig! :) Gniesses und bis gli. Anja
Kommentar von Vati, geschrieben: 25.7.2010, 17:28 Uhr
Soeben habe ich gemerkt, dass du noch Fotis raufgeladen hast. Dies gibt einen guten Eindruck von deiner Lebensumgebung und vom bekannt toll aufgeräumten Zimmer - ich freue mich schon jetzt auf deine Nacherziehung in der Infanterie-Durchzieher-RS....
Kommentar von Vati, geschrieben: 23.7.2010, 18:03 Uhr
Pizdetz und nochmals Pizdetz.
Was ist das für ein dooofer elektronischer Blog? Du weisst ja, dass ich betr. elektronische Hilfsmittel nur bei den "Fortgeschrittenen" bin und doch ist es mir immer noch nicht gelungen meine Einträge freizugeben. Ich werde nun nochmals auf mein Laptop eindreschen - vielleicht gehts danach.
Ich begreife auch nicht so recht ,wieso Löru gestern auf mich grantig war weil das Skype unter meinen Fingern nicht gehorchen wollte...
Es freut mich zu lesen wie es dir geht und zwischendurch dein Gesicht und deine Stimme zu hören. Passe bitte weiter vor den russischen Frauen auf und nimm diesen väterlichen Rat ernst:)
Ich wünsche dir weiter gute Erfahrungen und hdg.
Kommentar von Helen, geschrieben: 23.7.2010, 17:45 Uhr
wenn mi Jüngscht scho wiene 21Jährige usgseht, wie gseh-n-ich ächt uus? Du fählsch do, aber weni di uf Skype gsehne, bini froh, dass du dä Schritt gwogt hesch. du schtellsch uf!hdg
Kommentar von Patrizia Käser, geschrieben: 21.7.2010, 20:09 Uhr
tönt ächt witzig und unterhaltsam. sogar das mit dr fläsche;) dr park wird i däm fall öppe glich gross gsi si wi di insle wo ich ä wuche bi gsi und wome us luter langwili au so uf idee isch cho wie dasme dr ventilator cha fötele dases ufem foto de so usgseht winer bewegt. willi ja das foto nocher au sicher nid lösche;)
abr im grosse und ganze tönts gar nid langwilig. und mit dere valeria hesch di ja ä gueti fründin zuecheto.. wird de sicher no glich wi füre löru d lyla...:P
das wäge dr russefresse macht mir scho fasch angst... hesch scho sones alkigsicht? :P nene, findi cool dass si s gfühl hend sigsch eini vo ihne... isch mir z england (zum glück odr leider?) nie passiert...
gniesses witter und go schön go fiire!!
ha di gern und vermisse di. bi nämlich wieder zrügg und s huus isch so leer ohni dich....
muntschi
Kommentar von Katrin, geschrieben: 17.7.2010, 21:25 Uhr
Hoi Beni
Du wirsch scho vermisst vo üs allne, am Meiste aber vom Lenny, är frogt vil nach dir und wenn du wieder vo Russland heichiemsch.
Du gsehsch halt au scho sehr männlich us ;-), drum het di dä Türsteher gar nid nach em alter gfragt...
Dis Läbe in Russland isch ja extrem asträngend... so viu Schuel. Ich hoffe, du nimmsch dir glich no chli Zit für dich, du Workaholic ;-)!
Es fröit mi, dass es dir gfallt und du vil unternimmsch und Lüt kenne lehrsch!
Hoffe, dass mir gli mol zämä chend skype... ha nächst Wuche Ferie, de klappets sicher mol!
Muntsch
Kommentar von Helen, geschrieben: 12.7.2010, 09:17 Uhr
super, dass scho agfange hesch mit dim Blog. Dine Humor und dini positivi Läbesistellig sind dini beschte Kollege bim Start amene neue Ort. Guete Start i de Schuel. Muntsch
Kommentar von Simu, geschrieben: 10.7.2010, 14:29 Uhr
Hey Benschamin!
Da hesch ja e geile Siech aus Taxifahrer gha...! Aber bi üs hei ja der Blocher ou nid aui gärn, hehehe! ;-) Hoffe fescht, dass du die Zyt gniessisch und wieder heil zrugchunnsch. Diner Saxsolos würde fähle! :-) Gueti Zyt bei Väterchen Russland und nastrovje!
Kommentar von Patrizia, geschrieben: 10.7.2010, 02:37 Uhr
hoi benili, s toent aemu luschtig was du so erlebsch und fuehlsch di anschinend scho zimlich wohl;) cha das zimlich nachevollzieh waege dae hygiene... do z mittelamerika schlafsch eigch nie ohni tier. entweder hesch ameise im bett odr bettfloeh odr kackerlacke odr suesch irgendwelchi krabeltier... abr solangi mis bett noni mit schlangene muess teile...;)
ich hoffe du hesches au witterhin so guet und freue mi ueber di wittere brichte:) ha di gern und pass uf di uf. ha mit es paarne russe gredt und di hend gmeint s sigi unmoeglich dass du moskau ueberlaebisch....;)
Kommentar von Katrin, geschrieben: 9.7.2010, 14:56 Uhr
Hoi Beni
So schön, dass du itz au e Blog schribsch.
Tönt ja ganz lustig! Und so, aus hätsch di scho fasch chli igläbt i dim nöiie dehei ;-)
Am Obe wirsch sicher viu vo Moskaus Sehenswürdigkeite go aluege, nimi a, oder öppe nid??
Hesch scho Schueu oder muesch ersch nächst Mänti drmit afo?
Muntsch und bis gli
Katrin, Lenny, Aisha und Ben

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Benjamin
Labour Service in Moskau - Sommer 2010
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